Samuel Wachter ist bei der Junioren-Europameisterschaft in Zagreb am Start.
Vom 19. bis 23. August 2026 findet in Zagreb die Junioren-Europameisterschaft statt. Mit dabei ist auch Samuel Wachter, ehemaliger Schüler unserer Sportklasse und mittlerweile Teil des österreichischen Junioren-Nationalteams. Samuel kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken: Er ist Staatsmeister und gewann zudem eine Medaille bei den EYOF.
Besonders schön: Samuel war gemeinsam mit Lorenz Wirth, den wir erst kürzlich anlässlich seiner Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft interviewt haben, in derselben Klasse an der MS Wolfurt. Dass nun gleich zwei ehemalige Schüler unserer Sportklasse innerhalb weniger Wochen Österreich bei internationalen Großereignissen vertreten, ist etwas ganz Besonderes.
Nun wartet mit der Europameisterschaft der nächste große internationale Höhepunkt auf Samuel. Für ihn geht es bereits am 19. August los. Vor seinem Start haben wir mit ihm über seine bisherigen Erfolge, die Vorbereitung auf die Europameisterschaft, seine Ziele in Zagreb und natürlich auch über seinen ehemaligen Mitschüler Lorenz gesprochen.
MS Wolfurt: Herzlichen Glückwunsch zur Teilnahme an der Junioren-Europameisterschaft in Zagreb! Wie hast du erfahren, dass du Teil des österreichischen Junioren-Nationalteams bist, und was war dein erster Gedanke?
Samuel Wachter: Danke! Es gab zwei Quali-Wettkämpfe. Einer war die Staatsmeisterschaft und der zweite ein Länderkampf in Linz. Da die Auswahl an Junioren in Österreich sehr gering ist und die Staatsmeisterschaft mit fünf von sieben Goldmedaillen sehr gut lief, war mir ziemlich klar, dass ich dabei sein werde, wenn ich fit bleibe.
Bekanntgegeben wurde es dann im Trainingslager in Ungarn. Ich war natürlich sehr glücklich für mich und das ganze Team.
MS Wolfurt: Du hast bereits einige große Erfolge gefeiert, bist Staatsmeister geworden und hast bei den EYOF eine Medaille gewonnen. Was bedeutet dir die Teilnahme an einer Europameisterschaft im Vergleich zu diesen bisherigen Erfolgen?
Samuel Wachter: Die Teilnahme an einer EM macht mich natürlich mega glücklich. Die EYOF, Staatsmeisterschaften und auch die WM-Teilnahme waren natürlich riesen Erfolge und auch gut für das Selbstvertrauen, aber ehrlich gesagt denke ich nicht mehr wirklich an diese Erfolge, da immer der nächste Wettkampf der wichtigste ist.
MS Wolfurt: Für dich geht es bei der Europameisterschaft gleich am 19. August los. Wie groß ist die Vorfreude – und steigt langsam auch die Nervosität?
Samuel Wachter: Die Vorfreude ist selbstverständlich riesig. Ich bin sehr zufrieden mit meiner aktuellen Form, obwohl es immer besser geht und die Vorbereitung auch nicht optimal lief. Die Nervosität steigt daher vermutlich eher weniger, aber die Vorfreude wird immer größer.
MS Wolfurt: Wie bereitest du dich in den letzten Tagen vor dem Wettkampf vor? Gibt es etwas, worauf du im Training jetzt besonders achtest?
Samuel Wachter: In den letzten Tagen ging es nur noch um Perfektion. Alle Elemente und Landungen mussten abzugsfrei sein, ansonsten ging es im Training nicht ans nächste Gerät.
MS Wolfurt: Du hast bereits Erfahrung bei internationalen Wettkämpfen gesammelt. Hilft dir das dabei, bei einer Europameisterschaft etwas gelassener an den Start zu gehen?
Samuel Wachter: Meine bisherigen Wettkämpfe helfen natürlich sehr, entspannter an den Start zu gehen. Ich konnte sehen, dass ich mithalten kann, solange ich zeige, was ich kann.
MS Wolfurt: Gibt es ein bestimmtes Ziel, das du dir für die Europameisterschaft in Zagreb gesetzt hast?
Samuel Wachter: Ein großes Ziel wäre das Mehrkampffinale, aber natürlich auch eine Medaille wäre genial.
MS Wolfurt: Wie ist es für dich, Österreich bei einer Europameisterschaft vertreten zu dürfen?
Samuel Wachter: Österreich bei einer EM vertreten zu dürfen ist eine riesige Ehre. Noch schöner wäre es aber Österreich auf dem Podest zu vertreten.
MS Wolfurt: Erinnerst du dich noch an deine Zeit in unserer Sportklasse an der MS Wolfurt? Was ist dir aus dieser Zeit besonders in Erinnerung geblieben?
Samuel Wachter: Aus meiner Zeit in der Sportklasse in Wolfurt ist mir auf jedenfall die Klassengemeinschaft am meisten in Erinnerung geblieben. Außerdem erinner ich mich gut an den Mathematikunterricht mit Herrn Romberg und natürlich an die Joggingeinheiten. Auch die Skiwoche, Sportwochen und die Abschlusstage waren ein Höhepunkt.
MS Wolfurt: Bist du vor wichtigen Wettkämpfen nervös? Hast du ein bestimmtes Ritual oder etwas, das dir hilft, dich zu konzentrieren?
Samuel Wachter: Vor Wettkämpfen war ich eigentlich noch nie wirklich nervös. Wahrscheinlich, weil ich immer sehr gut vorbereitet war und wusste, dass ich alles kann. Rituale habe ich aber trotzdem. Das Wichtigste ist schon mal, dass die Haare sitzen, dann höre ich so laut wie möglich Musik und nach dem Aufwärmen setze ich mich hin und gehe nochmals alle Übungen mit geschlossenen Augen durch.
MS Wolfurt: Wenn du an die vergangenen Jahre zurückdenkst: Welcher Moment deiner bisherigen sportlichen Karriere war für dich bisher der schönste?
Samuel Wachter: Der schönste Moment in meiner Karriere war auf jeden Fall, als ich nach meinem zweiten Sprung im Finale bei der EYOF auf dem Stuhl erfahren habe, dass ich zweit bin und somit Silber gewonnen habe. Auch der Moment danach, als ich meine Mama auf der Tribüne umarmt habe, war wunderschön.
MS Wolfurt: Wo möchtest du sportlich in den nächsten Jahren noch hin? Gibt es einen großen Traum, den du dir unbedingt erfüllen möchtest?
Samuel Wachter: Meine größten Ziele in den nächsten Jahren ist auf jeden Fall die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles (USA) aber auch die Weltmeisterschaften und die Youth Olympic Games 2026.
MS Wolfurt: Vielen Dank, dass du dir für uns Zeit genommen hast! Wir wünschen dir für die Junioren-Europameisterschaft in Zagreb viel Erfolg und vor allem viel Spaß!
Samuel Wachter: Danke!
Das Interview führte Sportlehrer Emanuel Köb.
Fotos: Samuel Wachter