Am Pfingstmontag, dem 25. Mai, starteten die Viertklässler bereits um 6 Uhr morgens mit dem Bus in Richtung Wien.
Bevor wir in Wien ankamen, stand ein besonders eindrucksvoller Programmpunkt auf dem Plan: die Besichtigung der Gedenkstätte Mauthausen in Oberösterreich. Die Führung durch das ehemalige Konzentrationslager bot viele bewegende Einblicke in die Geschichte und regte zum Nachdenken an.
Am Abend erreichten wir schließlich unser Jugendgästehaus im 20. Bezirk. Neben den gemütlichen Zimmern sorgte vor allem das köstliche Essen täglich für gute Stimmung.
Die folgenden Tage waren abwechslungsreich und voller spannender Erlebnisse. Im Parlament nahmen wir an einem Demokratieworkshop teil, bei dem wir entweder eine gemeinsame Zeitung gestalteten oder einen Podcast produzierten. Dabei konnten wir demokratische Prozesse nicht nur kennenlernen, sondern auch selbst aktiv mitgestalten.
Im Rahmen des „Time Travel“ begaben wir uns auf eine faszinierende Reise durch die Vergangenheit Wiens und erfuhren viel über die Geschichte der österreichischen Hauptstadt, wobei wir nicht nur in ein 3D-Kino abtauchten, sondern auch mithilfe einer VR-Brille durch den Raum schwebten.
Für viel Spaß sorgte der Besuch des 3D-PicArt-Museums. Dort entstanden zahlreiche kreative und lustige Fotos, bei denen wir Teil beeindruckender Illusionen wurden.
Im Haus des Meeres konnten die vielfältigen Unterwasserwelten und exotischen Tiere bestaunt werden. Besonders beeindruckend war die Dachterrasse, von der aus man einen fantastischen Blick über die Dächer der Stadt genießen kann. Der Ausblick von oben machte den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.
Ein weiteres Highlight war der Besuch des Tierparks Schönbrunn, wo wir viele heimische und exotische Tiere beobachten konnten.
Vorab schlenderten wir am Schloss Schönbrunn vorbei, dessen Größe uns sehr beeindruckte.
Begeistert waren wir auch vom Musical „Das Phantom der Oper“ im Raimund Theater. Die beeindruckenden Bühnenbilder, die musikalischen Darbietungen und die zahlreichen Spezial- und Knalleffekte machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Für viele war es sogar der erste Musicalbesuch überhaupt.
Besonders eindrucksvoll war außerdem die Führung durch den Stephansdom durch den Domkappelmeister Markus Landerer. Neben den Katakomben konnten wir auch das Dach des Doms besichtigen und erhielten spannende Einblicke in die berühmte Orgel. Ein ganz besonderes Erlebnis war dabei sogar der Gang in das Innere der Orgel.
Bei einer Schnitzeljagd durch den 1. Bezirk erkundeten wir die Wiener Innenstadt auf spielerische Art und Weise. Auch wenn manche Aufgaben sehr herausfordernd waren, konnte eine Schülergruppe die Lösung gemeinsam erfolgreich herausfinden.
Am Abend lockte der Prater mit seinen zahlreichen Attraktionen und sorgte für jede Menge Spaß und gute Laune.
Eine ganz besondere Erfahrung erwartete uns beim „Dialog im Dunkeln“. Unter der Begleitung sehbehinderter Menschen und mithilfe eines Blindenstocks bewegten wir uns in vollkommener Dunkelheit durch verschiedene Räume. Dadurch konnten wir einen kleinen Einblick in den Alltag blinder und sehbehinderter Menschen gewinnen und neue Perspektiven kennenlernen.
Während der gesamten Wienwoche übernahmen wir außerdem eine besondere Verantwortung: In Zweierteams fungierten wir als Stadtführerinnen und Stadtführer. Wir führten die Gruppe sicher von der Unterkunft zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten und Museen oder wieder zurück. Diese Aufgabe hatten wir bereits im Unterrichtsfach „Fit for Life“ sorgfältig vorbereitet und meisterten wir mit großem Engagement.
Natürlich gab es zwischendurch auch einmal ein Eis in der Wiener Innenstadt. Auch ließen wir uns so manche Leckereien auf dem Naschmarkt schmecken und staunten über das Ausstellungsgebäude der Wiener Secession.
Nach einem letzten leckeren Mittagessen traten wir am Freitag, dem 29. Mai, die Heimreise an. Gegen 21:30 Uhr erreichten wir schließlich wieder unsere Schule. Nach den erlebnisreichen Tagen in Wien waren viele von uns von den zahlreichen Fußmärschen etwas erschöpft. Laut mancher Smartwatch legten wir täglich zwischen 12.000 und 20.000 Schritte zurück, sodass das Wochenende für die nötige Erholung und das Verarbeiten der vielen Eindrücke genutzt wurde.
Die Wienwoche war für alle Beteiligten eine abwechslungsreiche lehrreiche und gemeinschaftsstärkende Erfahrung. Neben vielen kulturellen und historischen Eindrücken werden vor allem die gemeinsamen Erlebnisse und die zahlreichen schönen Momente noch lange in Erinnerung bleiben.
Fotos: Martina Meier, Elmar Halder
Text: Schüler:innen